Überzeugend auftreten bei Präsentationen und Vorträgen

Stand up for your right to present

Gibt es eine große Bühne und eine Präsentation vor vielen Menschen, kommt kein Redner auf die Idee, auf einem Stuhl sitzend zu präsentieren. Findet die Präsentation jedoch in einem Meetingraum statt, sieht die Sache nicht mehr ganz so klar aus. Daher also mein flammendes Plädoyer für die Präsentation im Stehen – egal ob auf großer oder kleiner Bühne.

 

Meine klare Empfehlung: Sobald dein Publikum aus mehr als 3 Personen besteht, solltest du stehen. Dafür gibt es gute und zahlreiche Gründe:

  1. Weil deine Zuhörer zu dir „aufsehen“, wirkst du souveräner.
  2. Nervosität lässt sich stehend besser abbauen. Was sitzend nach Herumhampeln aussieht, wirkt stehend lebhaft.
  3. Deine Stimme klingt kräftiger. Und dadurch überzeugender.
  4. Du wirst als kompetenter wahrgenommen, weil stehend deine Körpersprache lebendiger wirkt. Studien haben gezeigt, dass Rednern, die viel und variantenreich gestikulieren, mehr Kompetenz zugetraut wird.
  5. Im Stehen hast du mehr Energie. Die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer erhälst du so leichter. Außerdem fällt es dir so leichter zu überzeugen und Einwände aus dem Weg zu räumen.

 

Vielleicht fragst du dich jetzt:

“Was mache ich, wenn das Meeting im Sitzen beginnt und ich dann präsentieren soll?”

Die einfache Antwort: finde einen Grund aufzustehen. Etwa, weil du zum Flipchart läufst, um dort etwas aufzuschreiben. Oder weil du an der Projektionswand etwas zeigen möchtest. Oder schlicht, weil du neben der Projektionsfläche stehen möchtest.

 

In diesem Sinne: stand up, for your right to party (and for your presentations).

 

Geh deine Präsentation vorher durch

 

 

Ich wette, diesen Tipp kennst du schon. Aber TUST du es auch?

Oder reicht dafür die Zeit nicht aus, weil du bis zur letzten Minute noch an Folien bastelst, Texte optimiert und nach Bildern sucht? Meine Erfahrung aus vielen Präsentationen in unterschiedlichsten Unternehmen zeigt: es wird Zeit für die inhaltliche Konzeption aufgewendet und für die Erstellung der Präsentation selbst. Der zeitliche Aufwand dafür wird fast IMMER unterschätzt, was nicht selten zu Nachtschichten, Überstunden und somit einem Schlafdefizit führt.

Was dann fast NIE stattfindet, sind Probedurchläufe. Und das ist toll. Für dich! Denn so ist es einfacher, am Tag er Präsentation im Vergleich zu anderen besser zu performen.

 

Interessant ist, dass Steve Jobs seine legendären Keynote-Präsentationen bis zu 20-mal vorab probte.

Warum: weil es zu bedeutend besseren Ergebnissen führt.

Fazit: du solltest deine Präsentation mehrfach vorab halten. Allein (ob vor Spiegel oder imaginärem Publikum ist Geschmacksache). Und vor Testpublikum. Je öfter du sie durchgehst, desto sicherer und souveräner wirst du.

 

Kenne deinen ersten und letzten Satz auswendig

 

 

„Der erste Eindruck zählt, der letzte bleibt.“

In der Musik weiß man: spielt ein Orchester den Anfang und Schluss halbwegs sauber, glauben die Zuhörer, dass das Orchester „schön“ gespielt hat.

Genau zu wissen, wie die Präsentation anfängt und aufhört, ist nicht nur inhaltlich sinnvoll. Es wird deine Nervosität vorab senken und dir während er Präsentation Sicherheit geben.

Sicher hast du auch schon oft erlebt, dass wenn du erstmal in deinem Thema bist, ein Satz ganz natürlich den nächsten ergibt. Und wenn der Präsentationsbeginn und -abschluss auch noch ungewöhnlich und interessant sind, hast du deine Zuhörer auf deiner Seite.

Damit du nicht Gefahr läufst, dich endlos zu wiederholen, nur weil du nicht weißt, wie du den Schlusspunkt setzten sollst, überlegst du dir den genialen Schluss schon vorher.
Auf den kannst du dich dann schon freuen, wenn deine Präsentation auf dein Grande Finale zusteuert.

Dann applaudiert dir dein Publikum nicht nur aus Höflichkeit. Sondern von Herzen.

 

Außerdem suboptimal: diese weit verbreiteten Präsentationsfehler, die du bitte ab sofort vermeidest:

 

 

Betritt die Bühne mit einem Lächeln

 

 

Wenn du nicht gerade als Redner für eine Trauerfeier gebucht bist, gilt dieser Tipp uneingeschränkt. Lächeln lässt dich sympathisch und souverän wirken. Außerdem signalisierst du deinen Zuhörern (und natürlich auch dir selbst), dass diese Präsentation richtig gut werden wird.

Beim Lächeln kommt dir ein weiterer psychologischer Effekt zugute:

Dein Gehirn kann nicht unterscheiden, ob du lächelst, weil du dich gerade über etwas freust, oder ob du “einfach so” ein lächelndes Gesicht aufsetzt. Beim Lächeln werden deine Gesichtsmuskeln aktiviert und dabei Signale ans Gehirn gesendet, die ein biochemisch messbares Glücksgefühl erzeugen.

Also: Zähne zum Trocknen an die Luft.

 

 

praesentieren lernt man nur durch praesentieren

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