„Pimp my Presentation“ – die wohl unterschätztesten Präsentationstipps der Welt

Gib deinen Zuhörern Popcorn

Viele Redner versuchen ihr ganzes Fachwissen und alle Informationen über ein Thema in eine Präsentation zu packen. Das Ergebnis sind dann Präsentationen mit schwer verdaulichen Zahlen, Daten, Fakten, Diagrammen und Folien mit tiefgehendem Wissen und zahlreichen Aufzählungspunkten.

Sie scheinen zu glauben, dass sie in einer Präsentation ihren Zuhörern alles liefern können, was diese nur noch zu verdauen brauchen und dann weiß das Publikum 1:1 was der Präsentierende weiß.

Die Wahrheit ist, dass sich Zuhörer kaum noch an solche Präsentationen erinnern können. Statt der umfassenden “Aufschlauung” der Zuhörer sollte das Präsentationsziel besser lauten: Lust machen auf mehr. Und das geht am besten nach dem Popcorn-Prinzip.

 

 

Was zeichnet Popcorn aus?

  1. Es schmeckt lecker
  2. Es macht süchtig
  3. Aber nicht satt

Tipp: Integriere in deine Präsentation eine Sequenz, die nach dem Popcorn-Prinzip funktioniert.

Gib spannende Inhalte preis, die süchtig machen, aber für sich allein den Zuhörern noch nicht helfen. Denn das kann eine Präsentation realistischerweise sowieso nicht leisten. Biete deinen Zuhörern stattdessen einen wirklich nachhaltigen Mehrwert: nämlich die vollwertige Mahlzeit in Form einer persönlichen Beratung, weitere Informationen oder den Kauf (d)eines Produktes oder (d)einer Dienstleistung.

 

Versteht ein 12-jähriger in 3 Sekunden deine Folie?

 

 

Ja, das ist hart. 3 Sekunden sind nicht lang. Und damit sind klassische PowerPoint Folien mit vielen Bulletpoints eigentlich schon raus. Statt das Publikum arbeiten zu lassen, indem sie Zeit und Gehirnleistung in die Informationsaufnahme stecken müssen, solltest du die Denkarbeit besser selbst im Vorfeld leisten.

Wie kannst du deine Inhalte und Botschaften so vereinfachen, reduzieren und auf den Punkt bringen, dass sie mit einer knackigen Aussage und ggf. einem ergänzenden Bild SOFORT verstanden werden?

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„Wenn du es noch nicht einfach erklären kannst, hast du es noch nicht gut genug verstanden“

(Albert Einstein)

Hast du dein Thema so gut verstanden und visualisiert, dass es selbst ein Teenager versteht? Und zwar bevor er gelangweilt aufs Smartphone schaut?

Tipp für die Umsetzung: Achte auf prägnante Aussagen, großformatige Bilder und Statistiken, bei denen die Aussage schnell klar wird.

Dabei gilt die Formel: Leicht verdauliche Inhalte + schnell verständliche Visualisierung = Präsentation, die überzeugt.

Also mach den Teenager-Folien-Quick mit Verwandten, Bekannten oder Nachbarn. Und freu dich auf überraschenden neuen Input für deine Präsentation.

 

Plane FRÜHER fertig zu sein

 

 

Ein Redner darf über alles reden. Aber nicht über seine Redezeit hinaus. Denn das verzeiht ihm kein Publikum.

Plane daher fertig zu sein, bevor die offizielle Redezeit endet. Baue die daher Präsentation modulartig auf, so dass du einige Themen auch weglassen könntest. So bist du auch bei unvorhergesehenen Verzögerungen oder Fragen aus dem Publikum auf der sicheren Seite.

Profi-Tipp: Beende die Präsentation nicht mit einer Fragerunde. Denn wenn du die letzte Frage nicht beantworten kannst oder eine Frage einfach nur Banane ist, dann sollte nicht ausgerechnet das bei deinen Zuhörern am Ende hängen bleiben. Stelle sicher, dass das letzte Wort dir gehört und du mit deinem Grande Finale auf die Minute fertig wirst.

Allerdings solltest du bitte NIEMALS so deine Präsentation beenden:

 

Sei einfach du selbst

 

 

Denn: Alle anderen sind bereits vergeben. Also rock the show your way. Versuche in erster Linie dich selbst durch deine Präsentation zufrieden zu stellen.

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Denn du hast:

  1. dich vorbereitet
  2. eine Präsentation erstellt
  3. einiges an tollem Input für dein Publikum mitgebracht.

Du hast also alles getan, um bei der Präsentation einfach du sein zu dürfen.

Mehr kann keiner von dir verlangen.

 

 

praesentieren lernt man nur durch praesentieren

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