Meine Story, wie ich zum Storytelling kam

Aus Niederlagen lernt man ja bekanntlich mehr als aus Siegen.

Noch heute erinnere ich mich mit einer Mischung aus Scham und Schmunzeln an mein Schlüsselerlebnis, als ich erkannte, wie wichtig gutes Storytelling bei Präsentationen ist.

Wir wurden zu einem Pitch eingeladen. Natürlich wollten wir diesen Kunden unbedingt für uns gewinnen. Und so recherchierten wir viel und gründlich. Wir investierten all unsere Erfahrung und all unser Fachwissen. Wir präsentierten unsere Analyse und Strategie ausführlich, zeigten dann unsere Kreativideen. Wir waren uns absolut sicher: durch diese solide Informationsgrundlage MÜSSEN unsere Vorschläge auf jeden Fall überzeugen.

Heute würde ich sagen: wir haben damals unser bedauernswertes Publikum mit Informationen erschlagen, sie mit Analysen gelangweilt, als sie eigentlich emotional ansprechende Visuals und knackige Headlines erwartet haben. Wir hatten weder eine klare Empfehlung, noch eine Botschaft, noch eine klare Handlungsaufforderung. Alles was wir hinterließen war das Gefühl des Information Overloads und eine Unzahl von Pappkartons mit fast genau so vielen Kreativansätzen.
So konnten wir keine emotionale Verbindung zu unseren Zuhörern herstellen. Und haben konsequenterweise den Pitch auch verloren.

Meine Erkenntnis: Was man sagt ist wichtig. Wie man es sagt ist wichtiger. Und was es beim Publikum auslöst am wichtigsten.

Seither haben wir viele Präsentationen besucht, Bücher gelesen, Kurse und Trainings absolviert und die darauffolgenden Pitches besser und erfolgreicher gemeistert.

Das Leben ist eben der beste Lehrmeister.

 

 

Herzlichen Dank an NikonFilm35 für das Foto „Light bulb“. (Attribution 2.0 Generic)

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